5,25 Millionen Euro für Priester in Mittel-, Ost- und Nordeuropa

Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe beschließt Mittelvergabe für das Jahr 2018

Die katholischen Priester und Diakone in Mittel-, Ost- und Nordeuropa werden im Jahr 2018 vom Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe mit 5,25 Millionen Euro unterstützt. Das haben die Mitglieder des Vergabeausschusses im Bonifatiuswerk in Paderborn beschlossen. Die bewilligten Mittel werden für Gehaltsunterstützungen sowie für Verkehrs- und Bauhilfen in finanziell schwach gestellten Diözesen benötigt.

 

Aufgrund fehlender Eigenmittel und mangels staatlicher Unterstützung können die Bistümer in Mittel-, Ost- und Nordeuropa ohne die Unterstützungen durch die katholischen Priester in Deutschland ihre Seelsorger nicht in ausreichender Weise finanzieren. Im Jahr 2018 werden die Seelsorger im Bereich der Nordischen Bischofskonferenz mit 4,45 Millionen Euro und in Mittel- und Osteuropa mit 670.000 Euro unterstützt. Der Großteil der Mittel, bis zu 2,65 Millionen Euro, wird für Gehaltsunterstützungen der Priester in Nordeuropa benötigt.

 

Von links: Dr. Gerhard Albert (Geschäftsführer von Renovabis), Ordinariatsrat Thomas Renze (Leiter des Seelsorgeamtes im Bistum Fulda), Pfarrer Klaus Hoheisel (Bistum Passau), Generalvikar Alfons Hardt (Erzbistum Paderborn), Pfarrer Alfred Manthey (Bistu

An der Vergabeausschusssitzung des Diaspora-Kommissariats nahmen teil (von links): Dr. Gerhard Albert (Geschäftsführer von Renovabis), Ordinariatsrat Thomas Renze (Leiter des Seelsorgeamtes im Bistum Fulda), Pfarrer Klaus Hoheisel (Bistum Passau), Generalvikar Alfons Hardt (Erzbistum Paderborn), Pfarrer Alfred Manthey (Bistum Münster), Monsignore Georg Austen (Geschäftsführer Diaspora-Kommissariat) und Generalvikar Theo Paul (Bistum Osnabrück). Auf dem Bild fehlt Dechant Carsten Menges aus dem Bistum Hildesheim. Foto: Patrick Kleibold

 

Mit bis zu 300.000 Euro sollen dringend benötigte Fahrzeuge in den riesigen Flächengemeinden in Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark und Island finanziert werden. Für den Bau und die Instandhaltung von Priesterwohnungen sind 1,5 Millionen Euro eingeplant. „Ich sehe in der Unterstützung des Diaspora-Kommissariates ein starkes Zeichen der Solidarität von Priestern für Priester. Gerade die stark wachsende Kirche in den nordeuropäischen Ländern ist eine materiell arme Kirche. Sie ist auf die Solidarität der deutschen Katholiken angewiesen“, sagte der Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariates, Monsignore Georg Austen.

 

Der Paderborner Generalvikar Alfons Hardt, Mitglied des Vergabeausschusses, dankte allen Priestern in Deutschland für ihre finanzielle Unterstützung der Diaspora. „Für Ihre Solidarität, vor allem mit den Mitbrüdern in Nordeuropa, aber auch in Mittel- und Osteuropa, sage ich Ihnen von Herzen Dank und schließe Sie und die Mitbrüder in der Diaspora in mein Gebet ein“, sagte Hardt.

Über das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe - Diasporahilfe der Priester

Das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe unterstützt Priester und Diakone in Nordeuropa.

 

Beauftragter des Diaspora-Kommissariates ist der Erzbischof von Paderborn. Er nimmt die Aufgabe mit den Bischöfen von Fulda und Osnabrück wahr.

Das Diaspora-Kommissariat hat die Aufgabe, Priester und Diakone im Bereich der Nordischen Bischofskonferenz sowie mit einem Anteil von 15 % der Vergabemittel in Mittel- und Osteuropa zu unterstützen.

Durch die festgesetzte Abgabe in Höhe von 1 % des Gehaltes ermöglicht jeder Priester in jeder deutschen Diözese die dringend notwendige Hilfe für Mitbrüder in der Diaspora.

 

Seit 2014 werden die bewilligten Projekthilfen wie GehaltsunterstützungenMotorisierungshilfen und Bauhilfen, zweckgebunden über das Bonifatiuswerk geleitet. Die Geschäftsführung und Verwaltung des Diaspora-Kommissariats sind dem Bonifatiuswerk angegliedert, so dass auch so eine laufende Projektbegleitung gewährleistet ist. 

Die zur Verfügung stehenden Mittel werden durch den Vergabeausschuss verteilt. Zu diesem gehören jeweils ein Beauftragter der drei Bischöfe sowie drei Delegierte der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte. Mitglieder des Vergabeausschusses sind derzeit als Vertreter der Bischöfe:

  • Generalvikar Hardt, Vorsitzender, Erzbistum Paderborn
  • Generalvikar Paul, Bistum Osnabrück
  • Pfarrer Thomas Renze, Bistum Fulda

zudem als als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte:

  • Pfarrer Klaus Hoheisel, Bistum Passau
  • Pfarrer Alfred Manthey, Bistum Münster
  • Dechant Carsten Menges, Bistum Hildesheim

sowie:

  • Herr Pfarrer Dr. Christian Hartl (Erzbistum München und Freising, Hauptgeschäftsführer von Renovabis) als ständiger Gast.

 

Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariates ist Monsignore Georg Austen.

 

 

 

Weitere Informationen

Historische Hintergründe des Diaspora-Kommissariats
DK-Hintergründe.pdf
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Ordnung und Beschlüsse
DK-Ordnung und Beschlüsse.pdf
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Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe
- Diasporahilfe der Priester
Ansprechpartner
Kamp 22, 33098 Paderborn

 

Bankverbindung:

Bank für Kirche und Caritas, Paderborn
IBAN: DE46472603070013550300
BIC: GENODEM1BKC

Neue Vergaberichtlinien!

Seit diesem Jahr gibt es neue Vergaberichtlinien für Bau- und Verkehrshilfe

Seit 2014 werden die Mittel des Diaspora-Kommissariats zweckgebunden über das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken bearbeitet und eingesetzt. MEHR