27.01.2026

Katholische Priester und Diakone in Nord-, Mittel- und Osteuropa leben und arbeiten oft unter schwierigen Bedingungen. Wo die Kirche in der extremen Minderheit ist, sind die Wege weit und die Mittel knapp. Um ihre Glaubensbrüder in der Diaspora zu unterstützen, spenden Priester in Deutschland regelmäßig ein Prozent ihres Gehaltes. Das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe sammelt und verteilt diese Spenden. Für das Jahr 2026 stellt es insgesamt 5,1 Millionen Euro als Unterstützung zur Verfügung. Das Geld kommt den in der Seelsorge tätigen Priestern sowie hauptamtlichen Diakonen zugute.
“Solidarität unter Priestern ist gerade in der heutigen Zeit ein wichtiges Signal des Zusammenhalts, das in die Weltkirche geht”, sagt Monsignore Georg Austen, der Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariates und Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. “Sei es in Dänemark und Grönland, sei es in der Ukraine, sei es im Baltikum an der Grenze zu Russland – die Kirche mit ihren Priestern und Diakonen steht für ein europäisches Miteinander über alle Grenzen und Konflikte hinweg.” Die Dankbarkeit und Wertschätzung in der europäischen Diaspora für die treue und verlässliche Unterstützung von Priestern aus Deutschland sei groß.

Insgesamt 4,4 Millionen Euro stellt das Diaspora-Kommissariat dieses Jahr den Diözesen in Nordeuropa zur Verfügung: Dazu gehören Dänemark mit Grönland und den Färöer-Inseln sowie Finnland, Island, Norwegen sowie Schweden. In diesen Ländern erhalten Priester Gehaltsstützungen von rund 2,5 Millionen Euro. Mit 1,6 Millionen Euro werden Bau und Instandhaltung von Priesterwohnungen gefördert. 350.000 Euro stehen für die Anschaffung von Fahrzeugen bereit. Gerade in den weiten Flächengemeinden in Nordeuropa sind Dienstfahrzeuge für die Priester dringend notwendig. In Mittel- und Osteuropa leistet das Diaspora-Kommissariat Gehaltsstützungen für Priester und hauptamtliche Diakone in Höhe von 660.000 Euro.
Aufgrund fehlender Eigenmittel und mangels staatlicher Unterstützung sind viele Bistümer in Nord-, Mittel- und Osteuropa dringend auf diese solidarische Hilfe angewiesen. Seit 2014 leitet das Diaspora-Kommissariat die Fördermittel zweckgebunden über das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken weiter. Über die Verteilung der Mittel entscheidet ein Vergabeausschuss. Dieser setzt sich zusammen aus Vertretern der Bischöfe von Paderborn, Fulda und Osnabrück sowie Vertretern der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte, des katholischen Osteuropa-Hilfswerkes Renovabis sowie des Bonifatiuswerkes. “Im Namen unserer Glaubensbrüder bedanken wir uns bei allen Priestern in Deutschland für ihre Hilfsbereitschaft und Solidarität”, sagt der Paderborner Generalvikar Prälat Thomas Dornseifer, Vorsitzender des Vergabeausschusses. “Dank ihrer finanziellen Unterstützung kann unsere Kirche auch in der Diaspora Gutes bewirken, die frohe Botschaft in alle Winkel Europas tragen und die tätige Seelsorge unterstützen. Diese Gewissheit der Verbundenheit – auch im Gebet – ist heute wichtiger denn je.” (thi)
30.01.2025

Gelebte Solidarität unter Priestern: Mit 5,4 Millionen Euro hilft das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe in diesem Jahr in der Diaspora in Nord-, Mittel- und Osteuropa. Die Unterstützung kommt den in der Seelsorge tätigen Priestern sowie hauptamtlichen Diakonen zugute.
Katholische Priester in Deutschland spenden für diese Hilfe monatlich ein Prozent ihres Gehaltes. Aufgrund fehlender Eigenmittel und mangels staatlicher Unterstützung können die Bistümer in zahlreichen Ländern Nord-, Mittel- und Osteuropas ohne diese Zuschüsse die notwendigen Ausgaben vor Ort nicht ausreichend finanzieren. "Die Priester in Deutschland sind im weltkirchlichen Interesse und über das Gebet hinaus mit ihren Glaubensbrüdern in Nord-, Mittel- und Osteuropa verbunden. In vielen der dortigen Länder sind Katholiken zahlenmäßig in der Minderheit, die Seelsorge wird durch weite Wege und klimatische Gegebenheiten erschwert", erläutert Monsignore Georg Austen, Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariats. "Die Priester aus Deutschland zeigen mit ihrer finanziellen Unterstützung ihre Solidarität – ein starkes Zeichen in einer Welt, die derzeit von großer Unsicherheit und oft mehr vom Gegen- als vom Miteinander geprägt ist."
Im isländischen Selfoss wird derzeit eine neue Kirche gebaut. In dem Gebäude entsteht auch Wohnraum für Priester, der von Diaspora-Kommissariat mit 563.000 Euro gefördert wird. Foto: Bonifatiuswerk
Die Diözesen in Nordeuropa (Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden) unterstützt das Diaspora-Kommissariat mit 4,7 Millionen Euro: Für Gehaltsstützungen für die Priester werden 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit fast 1,9 Millionen Euro werden der Bau und die Instandhaltung von Priesterwohnungen gefördert. Mehr als 300.000 Euro stehen für die Anschaffung von Fahrzeugen bereit, die die Priester in ihren großen Flächengemeinden dringend benötigen. In Mittel- und Osteuropa leistet das Diaspora-Kommissariat Gehaltsstützungen für Priester und Diakone in Höhe von mehr als 700.000 Euro.
Seit 2014 werden die Fördergelder des Diaspora-Kommissariats zweckgebunden über das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken weitergeleitet. Vergeben werden die Mittel durch einen Vergabeausschuss, der sich aus Vertretern der Bischöfe von Paderborn, Fulda und Osnabrück sowie Vertretern der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte, des Osteuropa-Hilfswerkes Renovabis und des Bonifatiuswerkes zusammensetzt. "Ich bin sehr dankbar, dass die Priester in Deutschland solidarisch an der Seite der Priester und Diakone in Mittel-, Ost- und Nordeuropa stehen", sagt der Paderborner Generalvikar Prälat Thomas Dornseifer, seit November 2024 Vorsitzender des Vergabeausschusses: "Durch ihre finanzielle Unterstützung ermöglichen sie die Verkündigung des Evangeliums und das kirchliche Leben in diesen Ländern. Die weltkirchliche Verbundenheit wird durch diese wertvolle und werte-schaffende Unterstützung sichtbar."
07.12.2023
Seit 100 Jahren unterstützt das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe finanziell schwach gestellte Diaspora-Diözesen – im kommenden Jahr mit 4,37 Millionen Euro. Für diese Hilfe spenden katholische Priester in Deutschland monatlich ein Prozent ihres Gehaltes. Gegründet wurde die Priesterhilfe auf der 24. Generalversammlung des Bonifatiusvereins, des heutigen Bonifatiuswerkes, im Jahr 1923. Die Unterstützung kommt den in der Seelsorge tätigen Priestern und Diakonen in Mittel-, Ost- und Nordeuropa zugute.
Die Mitglieder des Vergabeausschusses: Von links Monsignore Georg Austen (Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariats und Generalsekretär des Bonifatiuswerkes), Domdechant Alfons Hardt (Vorsitzender des Diaspora-Kommissariats), Generalvikar Ulrich Beckwermert und Pfarrer Ludger Hojenski, sowie unten von links Pfarrer Dr. Michael Müller, Domkapitular Thomas Renze und Dechant Carsten Menges. Auf dem Foto fehlt Geistlicher Rat Prof. Dr. Thomas Schwartz. (Foto: Simon Helmers)
"Die Priester in Deutschland setzen mit ihrer Unterstützung ein großes Zeichen der Solidarität. In den meisten Ländern Nord-, Mittel- und Osteuropas sind Katholiken zahlenmäßig in der Minderheit, die Seelsorge ist durch weite Wege erschwert. Die deutschen Priester zeigen mit ihrer Unterstützung: Ihr seid nicht allein, ihr könnt auf uns zählen und wir sind über das gemeinsame Gebet hinaus miteinander verbunden", sagt Monsignore Georg Austen, Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariats.
Die Diözesen in Nordeuropa (Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden) unterstützt das Diaspora-Kommissariat mit etwa 3,8 Millionen Euro: Für die Gehälter der Priester werden 2,45 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit einer Million Euro werden der Bau und die Instandhaltung von Priesterwohnungen gefördert. 350.000 Euro stehen für die Anschaffung von Fahrzeugen bereit, die die Priester in ihren großen Flächengemeinden dringend benötigen. In Mittel- und Osteuropa leistet das Diaspora-Kommissariat Gehaltsstützungen für Priester und Diakone in Höhe von 570.000 Euro.
26.01.2023
Zur Unterstützung der Priester und Diakone in Mittel-, Ost- und Nordeuropa spenden die katholischen Priester in Deutschland monatlich ein Prozent ihres Gehaltes. Mit diesen Mitteln unterstützt das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe finanziell schwach gestellte Diaspora-Diözesen in diesem Jahr mit 5,2 Millionen Euro.
Die Mitglieder des Vergabeausschusses des Diaspora-Kommissariats (oben von links): Prälat Alfons Hardt, Vorsitzender des Diaspora-Kommissariates (Paderborn), Monsignore Georg Austen (Generalsekretär des Bonifatiuswerkes und Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariates), Dechant Carsten Menges (Lüneburg), Generalvikar Ulrich Beckwermert (Osnabrück) sowie (unten von links) Geistlicher Rat Prof. Dr. Thomas Schwartz (Renovabis), Domkapitular Thomas Renze (Fulda), Pfarrer Dr. Michael Müller (Hünfeld) und Pfarrer Ludger Hojenski (Dortmund). (Foto: Matthias Band)
Eingesetzt werden die Mittel für Gehaltsunterstützungen sowie für Verkehrs- und Bauhilfen für die in der Seelsorge tätigen Priester und Diakone. Die Diözesen in Nordeuropa unterstützt das Diaspora-Kommissariat mit knapp 4,4 Millionen Euro. Diese Mittel verteilen sich auf Gehaltsstützungen, Bauprojekte und die Anschaffung von Fahrzeugen.
Für die Gehälter der Priester – inklusive notwendiger Versicherungen – werden 2,5 Millionen Euro benötigt. Mit knapp 1,6 Millionen Euro werden der Bau und die Instandhaltung von Priesterwohnungen gefördert. 350.000 Euro stehen für die Anschaffung von Fahrzeugen bereit, die die Priester in ihren riesigen Flächengemeinden in Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark und Island dringend benötigen. In Mittel- und Osteuropa leistet das Diaspora-Kommissariat Gehaltsstützungen für Priester und Diakone in Höhe von über 660.000 Euro.
Das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe unterstützt Priester und Diakone in Nordeuropa.
Beauftragter des Diaspora-Kommissariates ist der Erzbischof von Paderborn. Er nimmt die Aufgabe mit den Bischöfen von Fulda und Osnabrück wahr.
Das Diaspora-Kommissariat hat die Aufgabe, Priester und Diakone im Bereich der Nordischen Bischofskonferenz sowie mit einem Anteil von 15 % der
Vergabemittel in Mittel- und Osteuropa zu unterstützen.
Durch die festgesetzte Abgabe in Höhe von 1 % des Gehaltes ermöglicht jeder Priester in jeder deutschen Diözese die dringend notwendige Hilfe für Mitbrüder
in der Diaspora.
Seit 2014 werden die bewilligten Projekthilfen wie Gehaltsunterstützungen, Motorisierungshilfen und Bauhilfen, zweckgebunden über das Bonifatiuswerk geleitet. Die Geschäftsführung und Verwaltung des Diaspora-Kommissariats sind dem Bonifatiuswerk angegliedert, so dass auch so eine laufende Projektbegleitung gewährleistet ist.

Die zur Verfügung stehenden Mittel werden durch den Vergabeausschuss verteilt. Zu diesem gehören jeweils ein Beauftragter der drei Bischöfe sowie drei Delegierte der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte. Mitglieder des Vergabeausschusses sind derzeit als Vertreter der Bischöfe:
zudem als als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte:
sowie:
Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariats ist Monsignore Georg Austen.