5,615 Millionen Euro für Priester in Mittel-, Ost- und Nordeuropa

Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe beschließt Mittelvergabe für das Jahr 2019

Die katholischen Bistümer in Mittel-, Ost- und Nordeuropa können aufgrund fehlender Eigenmittel und mangels staatlicher Unterstützung ihre Seelsorger nicht ausreichend finanzieren. Finanzielle Unterstützung erhalten sie von den katholischen Priestern in Deutschland, die monatlich ein Prozent ihres Gehaltes an das „Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe - Diasporahilfe der Priester“ abgeben. Im Jahr 2019 werden so finanziell schwach gestellte Diaspora-Diözesen mit Fördergeldern in Höhe von 5,615 Millionen Euro unterstützt. Eingesetzt werden diese für Gehaltsunterstützungen sowie für Verkehrs- und Bauhilfen.

 

Von links: Dr. Gerhard Albert (Geschäftsführer von Renovabis), Ordinariatsrat Thomas Renze (Leiter des Seelsorgeamtes im Bistum Fulda), Pfarrer Klaus Hoheisel (Bistum Passau), Generalvikar Alfons Hardt (Erzbistum Paderborn), Pfarrer Alfred Manthey (Bistu

Die Mitglieder des Vergabeausschusses des Diaspora-Kommissariates. Von links: Generalvikar Theo Paul (Bistum Osnabrück) Msgr. Georg Austen, Msgr. Klaus Hoheisel (Bistum Passau) Pfarrer Alfred Manthey (Bistum Münster), Pfarrer Dr. Christian Hartl (Renovabis/Erzbistum München-Freising), Dechant Carsten Menges (Bistum Hildesheim) und Generalvikar Alfons Hardt (Erzbistum Paderborn). Auf dem Foto fehlt Ordinariatsrat Thomas Renze (Bistum Fulda). Foto: Theresita Müller

 

Die Seelsorger in Nordeuropa werden mit 4,78 Millionen Euro und die Priester in Mittel- und Osteuropa mit 705.000 Euro unterstützt. Der Generalsekretär des Diaspora-Kommissariates, Monsignore Georg Austen, sieht in der priesterlichen Hilfe ein starkes Zeichen der Solidarität von Priestern für Priester. „Unser Glaube verbindet uns über Staatsgrenzen hinweg. Er verpflichtet uns zugleich zur Solidarität mit unseren Mitbrüdern, die unter stark erschwerten Bedingungen als Seelsorger für die Menschen und das Gemeinwesen arbeiten“, sagte Austen

 

Der Großteil der Fördermittel, rund 2,65 Millionen Euro, wird für Gehaltsunterstützungen der 338 Priester in Nordeuropa (Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark und Island) benötigt. Für den Erwerb von dringend benötigten Fahrzeugen sind 300.000 Euro vorgesehen und für den Bau und die Instandhaltung von Priesterwohnungen 1,75 Millionen Euro. „Ich danke allen Priestern in Deutschland für ihre tatkräftige finanzielle Unterstützung des Glaubenslebens in der Diaspora und schließe Sie und alle Mitbrüder in der Diaspora in mein Gebet ein“, sagte der Paderborner Generalvikar und zugleich Vorsitzende des Vergabeausschusses, Alfons Hardt.

Über das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe - Diasporahilfe der Priester

Das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe unterstützt Priester und Diakone in Nordeuropa.

 

Beauftragter des Diaspora-Kommissariates ist der Erzbischof von Paderborn. Er nimmt die Aufgabe mit den Bischöfen von Fulda und Osnabrück wahr.

Das Diaspora-Kommissariat hat die Aufgabe, Priester und Diakone im Bereich der Nordischen Bischofskonferenz sowie mit einem Anteil von 15 % der Vergabemittel in Mittel- und Osteuropa zu unterstützen.

Durch die festgesetzte Abgabe in Höhe von 1 % des Gehaltes ermöglicht jeder Priester in jeder deutschen Diözese die dringend notwendige Hilfe für Mitbrüder in der Diaspora.

 

Seit 2014 werden die bewilligten Projekthilfen wie GehaltsunterstützungenMotorisierungshilfen und Bauhilfen, zweckgebunden über das Bonifatiuswerk geleitet. Die Geschäftsführung und Verwaltung des Diaspora-Kommissariats sind dem Bonifatiuswerk angegliedert, so dass auch so eine laufende Projektbegleitung gewährleistet ist. 

Die zur Verfügung stehenden Mittel werden durch den Vergabeausschuss verteilt. Zu diesem gehören jeweils ein Beauftragter der drei Bischöfe sowie drei Delegierte der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte. Mitglieder des Vergabeausschusses sind derzeit als Vertreter der Bischöfe:

  • Generalvikar Hardt, Vorsitzender, Erzbistum Paderborn
  • Generalvikar Paul, Bistum Osnabrück
  • Pfarrer Thomas Renze, Bistum Fulda

zudem als als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte:

  • Pfarrer Klaus Hoheisel, Bistum Passau
  • Pfarrer Alfred Manthey, Bistum Münster
  • Dechant Carsten Menges, Bistum Hildesheim

sowie:

  • Herr Pfarrer Dr. Christian Hartl (Erzbistum München und Freising, Hauptgeschäftsführer von Renovabis) als ständiger Gast.

 

Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariates ist Monsignore Georg Austen.

 

 

 

Weitere Informationen

Historische Hintergründe des Diaspora-Kommissariats
DK-Hintergründe.pdf
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Ordnung und Beschlüsse
DK-Ordnung und Beschlüsse.pdf
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Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe
- Diasporahilfe der Priester
Ansprechpartner
Kamp 22, 33098 Paderborn

 

Bankverbindung:

Bank für Kirche und Caritas, Paderborn
IBAN: DE46472603070013550300
BIC: GENODEM1BKC

Neue Vergaberichtlinien!

Seit diesem Jahr gibt es neue Vergaberichtlinien für Bau- und Verkehrshilfe

Seit 2014 werden die Mittel des Diaspora-Kommissariats zweckgebunden über das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken bearbeitet und eingesetzt. MEHR

Rechenschaftsberichte der Vorjahre: