Zur Unterstützung der Priester und Diakone in Mittel-, Ost- und Nordeuropa spenden die katholischen Priester in Deutschland monatlich ein Prozent ihres Gehaltes. Mit diesen Mitteln unterstützt das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe finanziell schwach gestellte Diaspora-Diözesen und damit Priester und Diakone in Nordeuropa. Seit 1974 vertrauen Geistliche in der nordeuropäischen Diaspora auf die Solidarität und das Gebet ihrer deutschen Mitbrüder.
Ordnung des Diaspora-Kommissariates
- Beauftragter des Diaspora-Kommissariates ist der Erzbischof von Paderborn. Er nimmt die Aufgabe mit den Bischöfen von Fulda und Osnabrück wahr.
- Das Diaspora-Kommissariat hat die Aufgabe, Priester und Diakone im Bereich der Nordischen Bischofskonferenz sowie mit einem Anteil von 15 Prozent der Vergabemittel in Mittel- und Osteuropa zu unterstützen.
- Durch die festgesetzte Abgabe in Höhe von einem Prozent des Gehalts ermöglichen Priester aus jeder deutschen (Erz-)Diözese die notwendige Hilfe für Mitbrüder in der Diaspora.
- Seit 2014 werden die bewilligten Projekthilfen zweckgebunden über das Bonifatiuswerk geleitet. Die Geschäftsführung und Verwaltung des Diaspora-Kommissariates sind dem Bonifatiuswerk angegliedert, sodass auch so eine laufende Projektbegleitung gewährleistet ist.
- Die zur Verfügung stehenden Mittel werden durch den Vergabeausschuss verteilt. Dessen Mitglieder sind derzeit als Vertreter der Bischöfe: Generalvikar Prälat Thomas Dornseifer als Vorsitzender (Erzbistum Paderborn), Generalvikar Ulrich Beckwermert (Bistum Osnabrück) und Domkapitular Thomas Renze (Bistum Fulda) sowie als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte Pastor Thomas Bensmann (Erzbistum Paderborn), Dechant Carsten Menges (Bistum Hildesheim) und Pfarrer Dr. Michael Müller (Bistum Fulda) sowie für Renovabis Geistlicher Rat Prof. Dr. Thomas Schwartz.
- Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariates ist Monsignore Georg Austen.