Ein starkes Zeichen der Solidarität: Für das Jahr 2026 stellt das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe insgesamt 5,1 Millionen Euro als Unterstützung zur Verfügung. Katholische Priester und Diakone in Nord-, Mittel- und Osteuropa leben und arbeiten oft unter schwierigen Bedingungen. Um ihre Glaubensbrüder in der Diaspora zu unterstützen, spenden Priester in Deutschland regelmäßig ein Prozent ihres Gehalts. Das Diaspora-Kommissariat sammelt und verteilt diese Spenden.
„Solidarität unter Priestern ist gerade in der heutigen Zeit ein wichtiges Signal des Zusammenhalts, das in die Weltkirche geht“, sagt Monsignore Georg Austen, der Geschäftsführer des Diaspora-Kommissariates und Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. „Sei es in Dänemark und Grönland, sei es in der Ukraine, sei es im Baltikum an der Grenze zu Russland – die Kirche mit ihren Priestern und Diakonen steht für ein europäisches Miteinander über alle Grenzen und Konflikte hinweg.“ Die Dankbarkeit und Wertschätzung in der europäischen Diaspora für die treue und verlässliche Unterstützung von Priestern aus Deutschland sei groß
Insgesamt 4,4 Millionen Euro stellt das Diaspora-Kommissariat dieses Jahr den Diözesen in Nordeuropa zur Verfügung: Dazu gehören Dänemark mit Grönland und den Färöer-Inseln sowie Finnland, Island, Norwegen sowie Schweden. In diesen Ländern erhalten Priester Gehaltsstützungen von rund 2,5 Millionen Euro. Mit 1,6 Millionen Euro werden Bau und Instandhaltung von Priesterwohnungen gefördert. 350.000 Euro stehen für die Anschaffung von Fahrzeugen bereit. In Mittel- und Osteuropa leistet das Diaspora-Kommissariat Gehaltsstützungen für Priester und hauptamtliche Diakone in Höhe von 660.000 Euro.
„Im Namen unserer Glaubensbrüder bedanken wir uns bei allen Priestern in Deutschland für ihre Hilfsbereitschaft und Solidarität“, sagt der Paderborner Generalvikar Prälat Thomas Dornseifer, Vorsitzender des Vergabeausschusses. „Dank ihrer finanziellen Unterstützung kann unsere Kirche auch in der Diaspora Gutes bewirken, die Frohe Botschaft in alle Winkel Europas tragen und die tätige Seelsorge unterstützen. Diese Gewissheit der Verbundenheit – auch im Gebet – ist heute wichtiger denn je.“
