Zum Glück ist ein Mitglied des Gemeinderates von Beruf Baukonstrukteur: „Habt ihr die Risse in der Ecke gesehen?“, fragte er eines Tages in einer Sitzung. Dann ging alles Schlag auf Schlag. Eine Ingenieurfirma legte die Wand frei. Es kamen uralte Holzbalken zum Vorschein. Ein Balken war gebrochen und drückte gegen die Wand. Das Gebäude, in dem heute das Gemeindehaus der St.-Josefs-Kirche in Horsens ist, war 1786 gebaut worden.
Pfarrer Thomas Birkheuser, der selbst aus Deutschland stammt, ist dankbar für die finanzielle Hilfe des Diaspora-Kommissariates bei der notwendigen Sanierung. „Wenn wir das Haus hier nicht hätten, wären wir dumm dran“, sagt er. Das Pfarrhaus steht direkt neben der Kirche und der katholischen Schule. Ein wichtiger Treffpunkt für die Integration der Gemeinde, die eine der wichtigsten Aufgaben des Pfarrers hier ist. Mehr als 70 Prozent kommen aus dem Ausland: Vietnamesen, Tamilen, Polen, Philippinen.
Von 2023 bis 2025 war das Pfarrhaus eine Baustelle. Jetzt kann es auch von kommenden Generationen genutzt werden: den Treff beim Kirchenkaffee, für die Erstkommunionvorbereitung, als Wohn- und Arbeitsstätte für den Pfarrer – und für die nächsten Gemeinderatssitzungen.
Die Fördersumme beträgt 100.000 Euro.
